Volks- und Heimatverein Laach 1921 e.V.

Jägerzug Edelweiß

Jägerzug Edelweiß
gegr. 1968


v.l.n.r.: Rolf – Josef Gallus, Conni Göbbels, Helmut Hamm, Walter Balzereit, Kurt Stüttgen, Hans Willi Broisch, Jakob Voigt, Matthias Sautner und Peter Lüttges

Die Standarte

 

1972 wollte Josef Frhr. von Locquenghien eine Königsstandarte (ähnlich BSV. Grevenbroich) stiften. Der damalige Schützenkönig konnte ihn aber umstimmen keine Königsstandarte sondern dem neugegründetem Jägerzug Edelweiß eine Zugstandarte zu stiften. Bei der feierlichen Enthüllung der Standarte am Laacher Ehrenmal durch Josef Frhr. von Locquenghien und Oberst Erich Köppen BSV Grevenbroich mit Anschließender Segnung durch Pfarrer Franz Rosch, St. Maria Himmelfahrt Gustorf, konnten die Edelweißschützen die neue Standarte mit dem Wappen der Familie von Locquenghien die früher Haus Laach besaßen und bewohnten in Empfang nehmen. Die Standarte wurde in den Werkstätten der Bonner Fahnenfabrik gefertigt. Die vordere oder auch Aversseite zeigt auf grünem Samt das Zugemblem, ein Edelweiß. Die Rückseite / Reversseite auf beiger Seide das Wappen der Familie von Locquenghien, einen grünen Löwen mit roter Zunge in Goldhermelin, die Helmzier einen goldenen Hirsch zwischen offenen mit Hermelin besetztem goldenen Flug. Träger waren Rolf – Josef Gallus, Matthias Sautner, Peter Lüttges, Wolfgang Kellerhoff und jetzt Walter Balzereit.

Auszug aus der Geschichte

Am 24. März 1968 trafen sich in der Gaststätte Stiewe (heute Alte Backstube) 11 junge Männer mit der Absicht mit einer Zuggemeinschaft aktiv am Volksund Heimatfest in Laach teilzunehmen. Zuerst wollte man einen grünen Husarenzug gründen, aber nach heißer Debatte entschied man sich für einen Jägerzug, der den Namen „Edelweiß“ tragen sollte. Die Gründungsmitglieder waren: Horst und Theo Bodewein, Günter Lennartz, Hans Willi Broisch, Rolf Josef Gallus, Hajo Moll, Josef Gielgens, Peter Rüttgers, Heinz Reiff, Manfred Wagner und Kurt Stüttgen. Auch die Vereinsführung wurde gleich wie folgt festgelegt: K. Stüttgen – Zugführer, G. Lennartz – Leutnant, H.W. Broisch – Feldwebel, T. Bodewein – Kassierer. Als Vereinslokal einigte man sich auf die Gaststätte „Zur Post“ in Laach. Der VHV Laach veranstaltete am 12. Mai 1968 im Saal der Gaststätte Stiewe ein Königs- und Pfänderschießen. Auch die „Edelweißen“ waren an diesem Tag dabei, und wie: Denn beim Pfänderschießen räumten die Mannen des jungen Jägerzuges alle vier Pfänder ab. Doch damit nicht genug, es stand der Königsvogelschuss an. Zur großen Überraschung aller anwesenden Schützen holte, unter drei Bewerbern, Zugführer Kurt Stüttgen den Vogel von der Stange und wurde im Anschluss als erster Schützenkönig des neu gegründeten Jägerzuges Edelweiß proklamiert. Erster Zugkönig wurde H.W. Broisch. An den Festtagen im August, verstärkte Willi Wagner den Zug als neues, aktives Mitglied, es folgten Dieter Rombey, Rolf Schlangen und Gerd Löwe als passive Mitglieder. Bis heute haben 11 Schützen des Jägerzuges Edelweiß die Königswürde des VHV Laach übernommen, mit der Krönung von Josef und Elke Mauermann zum Festauftakt in diesem Jahr, wird das Dutzend voll gemacht. Des weiteren haben drei Männer und fünf Frauen der Edelweiß Schützen den VHV Laach als Klompenkönig bzw. Klompenkönigin repräsentiert. Auch in der Vereinsführung des VHV Laach haben sich die Edelweißen in den vierzig Jahren mehr als verdient gemacht, denn jedes Vorstandsamt war oder ist mit den Mitliedern des Zuges besetzt oder besetzt gewesen. Stellvertretend dafür sei hier erwähnt: Präsident seit 1978, Vize – Präsident und Oberst stellte unser Jubiläumszug mehr als zwanzig Jahre lang. Die Mitgliederzahl wuchs im Laufe der Jahre auf 24 Schützen an und es wurde immer schwieriger geeignete Räumlichkeiten für diverse Zugfeierlichkeiten zu finden. Im Wilhelm Laux Haus (früher Alte Schule) in Laach fand man eine Bleibe und führte dort Königsehrenabende, Vogelschussveranstaltungen und Weihnachtsfeiern durch. Ausflüge mit Frauen, vom Tagesausflug bis zu Mehrtages-Fahrten wurden als reine Vergnügungsfahrt aber auch, mit Uniform im Gepäck, in Verbindung eines Königsehrenabends durchgeführt. Eine feste Einrichtung waren lange Jahre Wandertouren quer durch NRW. Diese dienten als Trainingslager für das Schützenfest, der Konditionssteigerung und Kameradschaftspflege. Der Jägerzug Edelweiß war Ausrichter der Fußballturniere von 1982 – 84. Auf dem Spielfeld und auch hinter der Linie waren die Züge des VHV und Gäste zahlreich vertreten. Geschicklichkeit, Orientierung und, wo es erlaubt ist, Schnelligkeit sind die Grundlagen die man braucht um bei einer Autorallye erfolgreich zu sein. Diese Rallyes veranstaltete der Jägerzug ebenfalls einige Jahre mit großem Erfolg. Im Jubiläumsjahr hat der Jägerzug Edelweiß 14 Mitglieder.

Schützenkönige, Klompenkönige sowie Klompenköniginnen aus den Reihen des Jägerzuges Edelweiß

Schützenkönige

Kurt I Stüttgen und Königin Sofia 1968 – 1969
Horst I Bodewein und Königin Ilse 1970 – 1971
Hans III Wagner und Königin Sofie Stüttgen 1972 – 1973
Theo I Bodewein und Königin Angelika 1974 – 1975
Hajo I Moll und Königin Shulamil 1977 – 1978
Berni I Rombey und Königin Marianne Wagner
      St. Hubertus
1979 – 1980
Josef VII Mauermann und Königin Elke 1982 – 1983
Jürgen I Wagner und Königin Resi
Gleichzeitig Stadtkönig von Grevenbroich
1984 – 1985
Hans Willi I Broisch und Königin Gisela 1989 – 1990
Rolf Josef I Gallus und Königin Uschi 1996 – 1997
Kurt II Stüttgen und Königin Sofia 1999 – 2000
Peter II Lüttges und Königin Christa 2003 – 2004
Josef X Mauermann und Königin Elke 2008 – 2009
Jürgen II. Wagner und Königin Maria 2009 – 2010

Klompenkönige

Kurt Stüttgen mit Irmgard Aretz 1988 – 1989
Josef Gielgens mit Trudi Schönian 1994 – 1995
Hans Wagner mit Käthi Lennartz 1997 – 1998

Klompenköniginnen

Franko Catania mit Marianne Wagner 1982 – 1983
Wolfgang Dellmann mit Gisela Broisch 1986 – 1987
Berni Rombey mit Uschi Gallus 1989 – 1990
Axel Jagiolka mit Ulrike Voigt 1992 – 1993
Albert Dupree mit Petra Schnitzler 1999 – 2000